Der Boden nimmt die Schwingung des Gongs auf und trägt sie bis unter die Füße der Umstehenden, die still dieses Wunder der sich verändernden Vibrationen im eigenen Körper erspüren. Tobias Thiele sitzt versunken auf dem Boden vor seinem Instrument Gamelan und entlockt den Metallplättchen Klänge, die dem ganzen Raum eine Atmosphäre der Geborgenheit verleihen. Hier ist es einfach, zu bleiben, sich berühren zu lassen und zur Ruhe zu kommen.

Ganz anders, wenn er am Klavier sitzt. Die harmonischen Tonfolgen stupsen die Zuhörenden an, bringen die Körper in Bewegung. Ob Pop, Jazz oder Bossa Nova, das Dargebotene trägt die Handschrift des Musikethnologen, Musikers und Produzenten Tobias Thiele.
Das Wohlfühlen in zwei scheinbar unvereinbaren Musikkulturen eröffnet ungeahnte Möglichkeiten - er lotet aus und überwindet. Unweigerlich weicht er dabei die Grenzen des traditionellen Hörens auf.
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